Ökostrom

 

Ökostrom

Da Ökostrom kein geschützter Begriff ist, werden hier zunächst die verschiedenen Energiequellen genannt, die durch die Ökostromanbieter verwendet werden können.

Der Ökostromanteil am Strommix ist in den letzten Jahren erfreulicherweise stark gestiegen. Im Jahr 2010 lag der Anteil des grünen Stroms noch bei ca. 17 Prozent. Inzwischen ist der Anteil von Ökostrom am Gesamtstrommix in Deutschland auf ca. 25 Prozent angestiegen. Doch aus welchen Energiequellen stammt Ökostrom? Große Bedeutung für die Erzeugung von Ökostrom haben momentan Windenergie, Sonnenenergie, Biomasse und Wasserkraft.

Der Neubau von großen Wasserkraftwerken ist aber umstritten. Dies betrifft besonders die Umweltverträglichkeit solcher Anlagen. Beim Neubau von Windkraftanlagen hingegen gab es in der vergangenen Zeit verstärkte Aktivitäten. So wurden große Offshorewindparks projektiert, neue Bauplätze für Windkraftanlagen an Land erschlossen und bestehende ältere Windkraftanlagen durch moderne und leistungsfähigere Anlagen ersetzt. 

Auch Photovoltaikanlagen sieht man mittlerweile auf sehr vielen Dächern. Photovoltaikanlagen hatten in den letzten Jahren starke prozentuale Zuwächse. Weitere mögliche Energiequellen für Ökostrom sind: Geothermie, Deponie-, Klär- und Grubengas.

Einige Ökostromanbieter bezeichnen Strom aus KWK-Anlagen (Kraft-Wärme-Kopplung) auch als Ökostrom. Diese KWK-Anlagen nutzen für die Strom- und Wärmeerzeugung meist Erdgas. Wie kommt es jetzt dazu, dass dieser Strom als "Öko"-Strom bezeichnet wird? Viele Ökostromanbieter führen die KWK-Anlagen als "Brückentechnologie" oder auch als Übergangslösung an, da KWK-Anlagen meist einen bedeutend höheren Nutzungsgrad als konventionelle Kraftwerke haben. Dieser höhere Nutzungsgrad resultiert aus der gleichzeitigen Nutzung von Strom und Wärme. Die Nutzung der Wärme, die bei konventionellen Kraftwerken ungenutzt bleibt, bringt hier also den entscheidenden Vorteil.

Abschließend kann festgestellt werden, dass die Ökostromanbieter eine recht identische Auffassung vom Begriff "Ökostrom" haben. Die Energiequellen sind definiert und auch an der "KWK-Frage" scheiden sich nicht viele Geister. Selbst wenn der Großteil des Stroms aus erneuerbaren Energiequellen stammt, stellt sich die Frage nach der Wärmequelle für unzählige Wohnungen und Häuser. Genau hier liegt der beschriebene Vorteil von KWK-Anlagen, der von einigen Prüforganisationen auch so gesehen wird. 

Doch obwohl es bei der Begriffsdefinition von "Ökostrom" weitgehende Übereinstimmungen gibt, sind doch Unterschiede zwischen den Ökostromanbietern erkennbar. Damit Sie einen Ökostromanbieter besser bewerten können, sollten Sie den Ökostrom Test lesen. Hier erfahren Sie mehr über die Zertifizierungen der Ökostromanbieter durch den TÜV, das "OK-Power Label" und das "Grüner Strom Label". Anbieter, die mit diesen Zertifikaten versehen sind, erfüllen einen gewissen Standard. Im Ökostrom Preisvergleich werden alle Ökostromanbieter mit ihren jeweiligen Tarifen aufgelistet. In vielen Fällen wird auch gleich der direkte Wechsel angeboten.

 

 

 

Foto © Pixelio, Rainer Sturm