Chinesischer Ökostrom

 

In China, wie auch in vielen weiteren Ländern, gibt es derzeit große Überkapazitäten bei den Fertigungskapazitäten von Solarzellen. Gleichzeitig ist aber auch in China das Interesse an Ökostrom gewachsen.

Die chinesische "National Energy Administration" hat deshalb kürzlich neue Ziele für den Ausbau der Nutzung der Solarenergie veröffentlicht. So wurden die Ziele für das Jahr 2015 verdoppelt. Durch diesen Plan und die darin enthaltenen Ziele wird der inländische Solarmarkt stimuliert. Trotzdem bleibt der chinesische Solarmarkt sehr exportabhängig. Aktuell werden in China jährlich Solarmodule mit einer Leistung von etwa 30 bis 40 GW produziert. Der inländische Markt hat aber nur eine Größe von 2 GW. Anhand dieser Zahlen erkennt man die chinesische Abhängigkeit vom Export.

Aktuell machen sich diese chinesischen Überkapazitäten sehr stark auf dem Weltmarkt bemerkbar. So leiden auch die deutschen Produzenten von Solarzellen unter den chinesischen Überkapazitäten. Die letzten Quartalsberichte vieler Hersteller sprechen eine deutliche Sprache. Wenn man die letzten Berichte von Solarworld, Q-Cells oder Conergy betrachtet, erkennt man, dass die ganze Branche unter den größtenteils chinesischen Überkapazitäten leidet. Ein weiteres Solarunternehmen, Solon, hat bereits den Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens gestellt. Durch die chinesischen Überkapazitäten ist es zu einem drastischen Preisverfall gekommen. Aktuell gehen daher viele Investitionen direkt in Solarparks. Hier kann man mit einer sicheren Rendite rechnen. Große Investitionen in die Hersteller von Solarmodulen finden dagegen kaum statt.

Auch vor diesem Hintergrund kann man nur hoffen, dass China die Etablierung eines starken inländischen Solarmarktes gelingt. Für die Etablierung eines einheimischen Solarmarktes sind aber einheitliche Einspeisevergütungen und der Ausbau des Stromnetzes notwendig.