Schwimmende Windkraftanlage

 

Bisher wurden Offshore-Windkraftanlagen zumeist mit einem festen Fundament gebaut. Dies könnte sich zukünftig ändern. Schwimmende Windkraftanlagen befinden sich kurz vor der endgültigen Produktionsreife. Bereits mehrere Jahre wird an schwimmenden Windkraftanlagen geforscht. Verschiedene nationale und internationale Unternehmen sind auf diesem Gebiet tätig, da sie die Vorteile von schwimmenden Windkraftanlagen erkannt haben.

Bisher werden Windparks meist in Küstennähe und in relativ flachem Wasser gebaut. Dabei machen die Fundamente dieser Anlagen einen relativ großen Teil der Gesamtkosten aus. Zudem ist man bisher bei Offshore-Windkraftanlagen an Standorte mir relativ geringer Wassertiefe gebunden.

Eine schwimmende Windkraftanlage kann auch an Standorten mit einer größeren Wassertiefe positioniert werden. Auf diese Weise kann man windreiche Standorte erschließen, die aktuell mit der bisherigen Technologie nicht in Betracht kommen. Hier würden auch potenziell aufwendige und teure Reparaturen an den Fundamenten entfallen. Großbritannien und die USA stellen für Entwicklungen auf diesem Gebiet umfangreichen Finanzierungen bereit.

Deutsche Firmen sind auf diesem Gebiet aktiv

Aber auch deutsche Unternehmen wie Siemens und die Dresdner Gicon GmbH sind auf diesem interessanten Gebiet tätig. Die Dresdner Gicon GmbH testet bereits schwimmende Windräder bzw. die hierfür notwendigen schwimmenden Plattformen. Die Gicon GmbH will die Anlagen in Mecklenburg Vorpommern bauen lassen. Gerade hier gibt es vor der Küste einige Standorte, die mit diesen neuartigen Windrädern erschlossen werden könnten. Die Gicon GmbH forscht bereits seit Jahren auf diesem Gebiet. Dies geschieht in Zusammenarbeit mit der Universität Freiberg und auch der Universität Rostock.

An den schwimmenden Windkraftanlagen besteht ein breites internationales Interesse. So liegen bereits Anfragen aus verschiedenen Ländern, z.B. aus Japan und Großbritannien, vor. Rein technisch seien die Anlagen momentan auf eine Wassertiefe von ca. 700 Metern limitiert. Diese Eingrenzung besteht, da die schwimmenden Plattformen mit Seilen am Meeresgrund verankert werden. Bei den Plattformen handelt es sich um Stahltragwerke mit Pontons, die der Plattform Auftrieb geben. Wahrscheinlich können Ökostromanbieter also bald vermehrt schwimmende Windkraftanlagen nutzen.