AKW-Rückbau-Wissen

 

Durch den deutschen Atomausstieg und auch davor wurden bereits einige Atomkraftwerke stillgelegt. Dazu gehören die Kraftwerke Greifswald, Brunsbüttel, Stade, Krümmel, Lingen, Hamm, Würgassen, Mülheim-Kärlich, Biblis und Obrigheim. Teilweise gehören auch Philippsburg, Neckarwestheim, Grundremmingen und Isar dazu.

Bis zum Jahr 2022 werden die restlichen Atomkraftwerke abgeschaltet. Mit der Abschaltung der Atomkraftwerke ist das Thema Atomenergie aber noch lange nicht beendet. Mit immer mehr abgeschalteten Atomkraftwerken kommt ein anderes Thema in den Blickpunkt: der AKW-Rückbau. Die hohe Anzahl an AKW-Rückbauten wird sehr viele Spezialisten erfordern.

AKW-Rückbau-Wissen vorhanden

AKW Rückbau Wissen über den Rückbau von Atomkraftwerken ist in Deutschland vorhanden. Der Rückbau von AKWs wurde bereits durchgeführt. Bis heute wurden 3 Atomkraftwerke und mehrere kleinere Anlagen zurückgebaut. Für diesen AKW-Rückbau sind Experten notwendig.

Der AKW-Rückbau erstreckt sich aber über einen langen Zeitraum. So kann der Rückbau eines Atomkraftwerkes zehn Jahre und länger dauern. Anhand dieses langen Zeitraums kann man schon die Kosten erahnen. Die AKW-Betreiber haben für den Rückbau viele Milliarden an Rückstellungen gebildet. Diese Rückstellungen sind aber für den Rückbau und die Lagerung des Atommülls gedacht. Das Thema Endlagerung ist aber immer noch nicht geklärt. Weil es hier sehr viele offene Fragen gibt, ist eine Abschätzung der Kosten auch sehr schwierig. Die bisherigen Endlagererkundungen waren bereits kostspielig und haben noch zu keinem endgültigen Ergebnis geführt.

Bisher gibt es nur zentrale Zwischenlager. Zentrale Zwischenlager befinden sich z.B. bei Greifswald und Ahaus. Bei und unter den Atomkraftwerken werden auch radioaktive Substanzen gelagert.

Beim AKW-Rückbau wird weiterer radioaktiver Müll entstehen. Auch für diesen Müll muss es Lagermöglichkeiten geben. Beim Rückbau werden die verschiedenen Bestandteile klassifiziert. Es muss entschieden werden, ob die AKW-Bestandteile verwertet werden können oder ob sie entsorgt werden müssen. Bei einem AKW-Rückbau muss natürlich besonders auf die Radioaktivität der einzelnen Teile geachtet werden. Es werden dabei auch Unterscheidungen nach der Stärke der Radioaktivität vorgenommen.

AKW-Rückbau-Wissen sichern

Das Wissen zum Rückbau von Atomkraftwerken muss gesichert werden, da es zukünftig von sehr großem Interesse sein wird. So will das Karlsruher Institut für Technologie ein Kompetenzzentrum gründen, das sich mit dem AKW-Rückbau beschäftigt. Hier soll das vorhandene Wissen gesammelt und gesichert werden. Außerdem soll das Wissen auf dem Gebiet des AKW-Rückbaus durch das Kompetenzzentrum erweitert werden.

Durch das Kompetenzzentrum in Karlsruhe sollen neue Rückbaumöglichkeiten erforscht werden. Weitere interessante Punkte sind die radiologische Klassifizierung, der Umgang mit kontaminierten Teilen und die Dekontamination. Beim AKW-Rückbau ist der Strahlenschutz besonders wichtig. Auch hier will das Kompetenzzentrum des Karlsruher Instituts für Technologie Wissen ansammeln.

Rückbau-Wissen zukünftig notwendig

Das Rückbau-Wissen wird zukünftig in Deutschland verstärkt abgefragt werden. Aber auch weltweit wird das Wissen gefragt sein, da viele Atomkraftwerke ihre vorgesehene Laufzeit erreicht haben, abgeschaltet werden und zurückgebaut werden müssen.

Die Rückbauten der Atomkraftwerke werden zu vielen Tonnen "Müll" führen. Pro Atomkraftwerk kann man mit bis zu 6000 Tonnen rechnen. Die Lagerung solcher Massen an Müll aus Atomkraftwerken dürfte auch zukünftig nicht unproblematisch werden.